Dein Edelrepeller (Fortgeschrittene)

Ausgangslage: Kiefernholz 45mmx15mmx400mm

Richtig gute Windräder haben eine Verwindung im Profil, so dass an jeder Stelle die Auftriebskräfte sich ideal entfalten können. Nahe der Nabe ist sie schräger und an der Flügelspitze flacher. Zudem sind die Blätter trapetzförmig.

Zunächst werden die ersten drei Striche nach Zeichnung auf das Brett angezeichnet, genauso wie die die Striche Links und Rechts. Der mittlere Strich liegt genau in der Mitte des Holzstückes. Die Striche nennt man auch Winkelstriche, da sie rechtwinkelig zur Kante verlaufen. Sie werden auf alle 4 Seiten dünn angezeichnet. Hierzu sagt man als Tischler überwinkeln der Winkelstriche. 

Die Mitte der Bohrung finden wir am besten, wenn wir den mittleren Winkelstrich halbieren. 

Nun können wir mit einem 3mm Bohrer eine Bohrung herstellen. Damit die Bohrung genau wird eignet sich eine Standbohrmaschine. Etwas geübt geht das Herstellen einer Bohrung auch mit der Handbohrmaschine. Die Bohrung dient zunächst für das Ausloten des Gleichgewichts auf beiden Seiten.  Prüfe, ob die Leiste im Gleichgewicht ist, indem Du sie auf einem Nagel drehst und auspendeln lässt. Wenn sich jetzt eine Seite deutlich schwerer erweist, stimmt entweder der Mittelpunkt nicht oder du hast ungeeignetes Holz. 

Als nächsten Schritt soll das Werkstück an beiden Seiten schmaler werden. Wir ziehen hierfür nach Zeichnung eine Linie vom 1. Winkelstrich bis zu den Kopfenden. Achte darauf, dass der Repeller nachher rechts herumlaufen soll, damit er sich nachher nicht vom Gewinde abschrauben kann. Auf der Zeichnung ist die Abschrägung richtig herum dargestellt.  Da die andere Seite genauso aussehen muss drehen wir das Holz um 180 Grad und zeichnen auch diese exakt an. 

Nun geht es an die trapetzförmige Bearbeitung der Kante, um das Holz zu den Enden schmaler werden zu lassen.  Hierfür eignet sich ein Handhobel. Eine Holzraspel und Feile führt auch zum Ziel.  Beim Bearbeiten von Werkstücken gilt grundsätzlich, entweder das Werkstück oder das Werkzeug muss fest eingespannt sein, um gut und sicher arbeiten zu können. In unserem Fall nutzen wir zwei Schraubzwingen mit Zulage. Eine Zulage ist ein Stück Holz, welches unser Werkstück vor Beschädigung des Werkstücks schützt.

Der nächste Schritt ist das Anzeichnen eines weiteren Winkelstriches mit 30 mm Abstand parallel zu dem 1. Winkelstrich.  

 

Bis zu diesem Winkelstrich wird nun eine parallele zur Hinterkante mit 3mm Abstand gezeichnet. 

Nun drehen wir die Vorderkante nach oben und zeichnen von dem letzten Winkelstrich nach Zeichnung eine Schräge Linie. 

Die parallele Linie und die schräge Linie werden zum Schluss noch auf der Kopfseite verbunden, so dass eine geschlossene Linie zu den beiden anderen Linien entsteht, die nun ein Volumen darstellt, die mit der Raspel und Feile exakt ausgearbeitet werden muss.  

Nun raspele und feile die Luvseite der Blätter wie in der Skizze dargestellt und schaffe einen Übergang zum mittleren Querschnitt des Holzes

Abschießend bearbeiten wir die Rückseite des Repellers, indem wir die Rückfläche vom letzten Winkelstrich bis zur Kopfseite mit dem Hobel oder der Raspel auf 7-8mm verjüngen. 

Zu guter Letzt zeichnen wir auf der Rückseite eine Linie im 1/3 Bereich der Unterseite, um auf einer Seite der Linie eine scharfe Schneide entstehen zu lassen, die zur Schneide wieder geradlinig verläuft. Auf der anderen Seite der Linie wird die Unterseite zu der Kante abgerundet. ( siehe Beschreibung)

Beschreibung:





Die LEE-Seite soll die hier abgebildeten Profile erhalten und auch zur Nabe hin auslaufen. (Übergänge)

Die Vorderkante der Flügel muss sehr genau gearbeitet sein. Fehler mindern die Leistung sehr. Arbeite die Profilnase daher mit Geduld und Schmirgelpapier sauber aus, als zu hastig mit der Raspel.

Nun ist der Repeller fertig und die 3mm Bohrung muss nur noch für die Aufnahme der Nabe größer gebohrt werden. 

Um die spitzen Ecken an den Enden des Repellers etwas zu entschärfen ist es von Vorteil diese an den Ecken etwas abzurunden.